Monschau

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Gottseidank stellte sich auf der morgendlichen Hinfahrt Nebel ein, sonst wären wir aus Versehen pünktlich gewesen. Aufgrund der belebenden Temperaturen und der „Dolomiten-Stakkato-Technik“ waren die Anstiege ein reiner Genuss. Bald wird eine andere Sichtweise in den Fokus rücken aber diese Runde war defintiv zu schnell vorbei. Die Verpflegung war einmal mehr ein Traum, sodass wir vollkommen überzuckert das Ziel erreichten.

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Mit jeder dieser magischen Runden hänge ich mehr am Leben.

Ode an Monschau…
Monschau
Und wenn uns das Wasser doch mal bis zum Hals steht? Was wenn wir untergehn? Wir singen einfach weiter. Sing kleiner Vogel, sing…



Tagebucheintrag: Langer Lauf vor Monschau
Wer kennt das nicht. Eine harte Trainingseinheit steht an, aber man kommt einfach nicht in die Gänge. Trödelt rum bis man plötzlich aufschreckt weil es dunkel zu werden droht im Angertal. Lustlos geht’s los. Der dämliche Knopf, aus dem eigentlich Musik kommen sollte fällt dauernd aus dem Ohr. Vielleicht ist die Zeit für sowas aber auch vorbei? Vielleicht lohnt sich der der ganze Aufwand einfach nicht mehr? Wie zur Bestätigung kommt mir auf dem Waldweg eine Knalltüte auf einem Quad entgegen. Die heiße Sommerluft mischt sich mit Dreck und verursacht eine Staublunge die meinen – das Ruhrgebiet untertunnelden Vorfahren – zur Ehre gereicht hätte. Schon am ersten Anstieg zum Blauen See eine seltsame Wendung. Die Beine werden schneller. Das Blut wird lauter. Das Leben kehrt zurück. Damit aufhören? Kann wohl nicht mein Ernst gewesen sein…

An der Eule fallen mir alte Rituale ein. Zur Begrüßung zogen wir einen Stapel eselohriger Schätze aus der Hosentasche. In rasender Folge wurde dem Gegenüber der Fundus von Fußballbildern vorgeblättert. Meist mit einem „Ham’ma“ – als Abkürzung für „Haben wir bereits in der Kollektion“ – quittiert. Wenn einer – Dekaden später – den Drang verspürt ähnliches mit seiner Frau anzustellen ist irgendetwas schief gelaufen…

An der Auermühle kehrt die Müdigkeit zurück. Aber irgendwie ist sie anders. An der Jugendherberge kommen mir Jungs – gerade mal eingeschult – entgegen. Im Vorbeilaufen hören ich den einen sagen: „Gestern hab ich `ne Spinne gegessen“! Der andere kontert: „Ich ess jeden Tag Spinnen“! Alle Männer sind gleich…

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Irgendwann werden wir die schönste Form von „unterwegs sein“ voller Bedauern aufgeben müssen. Aber noch nicht, noch nicht…



Offen
Die neue Saison ist also eröffnet. Natürlich muss immer etwas Geschlossenes die Erinnerungen hüten. Gleichwohl sollten wir uns bemühen offen zu bleiben. Rhye macht dazu einen Vorschlag…


Rhye – Open
from Rhye on Vimeo.

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