Ratinger Neujahrslauf 2012…

Zeit meines Lebens beschäftigen mich 3 Rätsel. Das erste ist die große Vereinheitlichung, also die Frage, ob sich alle Kräfte des Universums mit einem einzigen eleganten Formalismus beschreiben lassen. Das zweite ist die Frage: wie funktioniert das, was wir Menschen mit “Bewusstsein” und “Gefühl” bezeichnen. Das dritte ist scheinbar unbeantwortbar. Was in aller Welt verhindert, dass in Ratingen neun beschissene Kilometerschilder, gut sichtbar an der exakten Position aufgestellt werden können? Keine graphischen Meisterwerke in der explodierenden Farbenvielfalt eines van Goghs, nicht diese sublimen, seidenweichen Schöpfungen eines Monets voll berauschender Transzendenz. Nein, neun blöde Pappschilder mit den entsprechenden Ziffern. Da ich nicht elbischen Blutes bin, werde ich diese Welt voller Bitterkeit und ohne Lösung verlassen müssen…

Trost spendet der Beweis, dass es in Ratingen doch noch Männer gibt, die keine Angst vorm Laufen unterhalb des 5er-Schnittes haben:

Uwe kehrt zurück, Laufen mit süßer Last und eingeschränktem Gesichtsfeld, französische Endspurts und – oh Wunder – Miles läuft neue Bestzeit…

Neujahrslauf 2012

Photos…Michael & bd

Ergebnisse Frauen

Ergebnisse Frauen


Ergebnisse Männer

Ergebnisse Männer

Wir gratulieren Siggi zur gelungenen Geschlechtsumwandlung!

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Einer geht noch – Sprinten für Printen…

Während wir auf den hiesigen Weihnachtsmärkten bei schlechtem Glühwein unerträglichen Karaokeklängen lauschen, hält Martin immer noch die Fahne hoch:

8:15. Warum stehe ich mit einigen wenigen frierenden und müde aussehenden Sportsgenossen am ATG Sportplatz in Aachen? Es muss Winterlauftime sein. Interessant ist der 18km lange Lauf auch, weil Start und Ziel am Chorusberg in Aachen eben nicht identisch sind.

Das heißt erst mal Busfahrt durch den Wilden Westen, die Eifel ins malerische Vichtbachtal. Und Wild West ist ernst zu nehmen, die Hütte, bei der warmer Tee auf die fröstelnden Läufer wartet, sieht aus wie die Ponderosa Ranch.

Sind 3 Becher Tee vor dem Start zuviel? Die Antwort ist ja, aber bei 2 Grad stellt sie sich nicht wirklich. Aber davon weiter unten mehr. Dann der Start. Aus einigen wenigen sind ca. 2500 geworden. Die Strecke ist profiliert, hat aber in Summe Gefälle. Gleich nach dem Start die erste knackige Steigung. Abgespeichert: ich muss am Sengbach teilnehmen, um einen Vergleich zu haben. Dann Schweinsgalopp runter.

Ziemlich wellig das Ganze. Nix für den Holländer. Die Luft ist raus. Über Aachener Croupiers im Casino geht die Sage, daß sie das Spiel mit “Rien ne plu, wa!” einleiten. Der Tee macht ziemliche Probleme im Magen. Ein Boxenstopp mehr wäre auch ok gewesen. Und der dumme Spruch geht mir permanent durch den Kopf, auch als die Strecke (natürlich wieder mit einer knackigen Steigung) beim sehenswerten Kornelimünster auf die stillgelegte Vennbahnlinie einschwenkt. Da ist der Drops schon gelutscht, Schadensbegrenzung und Landschaft geniessen.

Wiesen mit den für die deutsch-belgische Grenze typischen Hecken und waldige Steigungen wechseln sich ab. Nicht verzweifeln, es geht ja netto runter, denke ich mir. Wunderbares Sonnenlicht. Wenig Wind, Herten geht mir durch den Kopf.

Und plötzlich, unvermutet, taucht das Ziel auf. Es ist ein wenig wie Bescherung, mit dem ersehnten Präsent, eine Printe und warme ATG Handschuhe (Foto). Das hat Tradition. Die Zeit ist nix, aber immerhin unter 1:30. 2012 stehen Steigungen auf dem Programm :-)

Gerne nächstes Jahr wieder, das sehen auch meine Arbeitskollegen so. Ein Besuch des schönen Aachener Weihnachtmarktes runden einen schönen und nostalgischen Tag ab.

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Saisonabschluss bei der Rheinlandwertung…

Rheinland-Trio

Bei Köpi, Pasta und Fachgesimpel (“sind 260 Wochenkilometer eine orthopädische Belastung?”) ging die Saison 2011 mit der Siegerehrung zur Rheinlandwertung stimmungsvoll zu Ende. Und zwar dort wo dieses außergewöhnliche Läuferjahr im Januar mit dem 10 Km Lauf der Winterlaufserie begann, an der Duisburger Wedau.

Die WLS, die Hitzeschlacht beim Düsseldorf-Marathon, der müde Touch-and-go-Versuch beim Duisburg-Marathon zogen noch einmal im Schnelldurchlauf vorüber. Huckingen, Köln-Poll, Waldniel, Mosel-Crosslauf, Halbmarathon am Fühlinger See, Sengbachtalsperrenlauf, Innenhafenhitzelauf, Monschau und der Indian Summer in Herten II waren die Stationen auf dem Weg zur Baldeneyseerunde. “With a little help from my friends” konnte die “2″ realisiert werden. Dann noch zwei Vorbereitungsrennen, mit Jana schneller als geplant durch den Hasseler Forst und August zu Ehren noch einmal 10 Km am See. Beim “final shot” in Herten fehlte dann aber die Kraft gegen den Wind zu rennen. Gladys gewann das Rennen und es wurde doch noch ein guter Tag.

Zurück zur Wertung. Sascha gewann die Düsseldorf-Marathon/Duisburg-Halbmarathonwertung. Auch der Hinkesforst wurde reich beschenkt. Robi war wie immer die Nr. 1 bei der Marathon/Marathonwertung. Michael Freitag gewann die M45 der Marathon/Halbmarathonwertung. Die M50 der Marathon/Marathonwertung ging an das Team Hinkesforst.

Gottseidank finden die deutschen Meisterschaften 2012 nun doch nicht in Hamburg statt. Und deshalb werden die üblichen Verdächtigen auch auf den üblichen Strecken starten. Alles soll immer so bleiben. Irgendwann müssen wir zurückstecken und vernünftig werden. Aber noch nicht, noch nicht…

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Vom Winde verweht… Läuferadvent in Herten

Photos…

Presse:      Lintorfer      Ratinger News      Ratinger Zeitung

Wieder einer dieser Tage, den das “Miteinander” rausgerissen hat. Erstmal klappte nämlich nix. Nach ein paar Metern war klar: Wind und Tagesform zerschreddern alle Ziele. Vorne rumturnen: Fehlanzeige, Zeit unter 3: heute niemals, der Konkurrent meldet: „auch M50“ und verschwindet am Horizont. Bei Km 10 fehlten schon ganze 2 Minuten auf die Essener-Zeit. Die Laune verzog sich unter den neugelegten Asphalt. Blöd wenn man vorher kluge Ratschläge verteilt hat wie: „das Rennen auf keinen Fall verloren geben!“

Nach einer Runde spendet Dani Zuspruch und Elektrolyte. Vorne und hinten keiner in Sicht. Ich frage mich wie unsere Schwester mit der neuen Zielsetzung zurecht kommt. Bei allen Testrennen war der 4:30 Schnitt überhaupt kein Problem. Da darf man natürlich von der 3:09 träumen. Doch dieses Ziel muss auf 2012 vertagt werden. Durchhalten und den Gesamtsieg sichern ist das Motto…

Natürlich kennt ein Läufer nur ein einziges Gefühl, den Schmerz an der anaeroben Schwelle. Aber so ganz kalt lässt es einen dann doch nicht, wenn sich die Jungs frierend nach ihrem Halbmarathon an den Straßenrand stellen um einen zu versorgen statt sich um sich selbst zu kümmern.

Martin dokumentiert den Rennverlauf photographisch. Miles reicht die Pulle rein und verkündet auf die Nachfrage nach dem M50 Konkurrenten den rennentscheidenden Satz: „Nicht weit weg. Den kriegste, der sieht Scheisse aus…“. Und tatsächlich bei Km 32 ist er reif. Der Wind wird noch stärker und Regen setzt ein. Trotz Nässe und Kälte stellt sich dieses unerklärliche Läuferglück ein. One more time, Einlauf ins Stadion…

Dani und die Jungs melden ihre Erfolge. Die Kinder leben auch noch. Dann banges Warten auf Gladys. Dieses Wetter erhöht definitiv die Krampfneigung. Aber alles wird gut. In Begleitung eines Ak-Kollegen dreht die Gesamtsiegerin des Herten-Marathons 2011 ihre letzte Stadionrunde…

Marathon
Gladys…….1. W35 3:20:15 (1. Gesamt)
Burkhard…1. M50 3:09:53 (5. Gesamt)

Halbmarathon
Miles….1. M45 1:33:17 (wie immer neue Bestzeit)
Martin…3. M45 1:40:07

5 Km
Dani…1. W35 24:38

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Blumensaat-Lauf 2011…

Photos...
August, August wenn Du das hättest sehen können. Du hättest wahrlich Deine Freude gehabt…

Ein sonniger Novembertag. So viele sind gekommen um Deiner zu gedenken. Und unsere Schwester widmet Dir ihre neue Bestzeit 40:58 (trotz Nachtdienst). Was kann sich ein Läufer Schöneres wünschen?

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