Zeit meines Lebens beschäftigen mich 3 Rätsel. Das erste ist die große Vereinheitlichung, also die Frage, ob sich alle Kräfte des Universums mit einem einzigen eleganten Formalismus beschreiben lassen. Das zweite ist die Frage: wie funktioniert das, was wir Menschen mit “Bewusstsein” und “Gefühl” bezeichnen. Das dritte ist scheinbar unbeantwortbar. Was in aller Welt verhindert, dass in Ratingen neun beschissene Kilometerschilder, gut sichtbar an der exakten Position aufgestellt werden können? Keine graphischen Meisterwerke in der explodierenden Farbenvielfalt eines van Goghs, nicht diese sublimen, seidenweichen Schöpfungen eines Monets voll berauschender Transzendenz. Nein, neun blöde Pappschilder mit den entsprechenden Ziffern. Da ich nicht elbischen Blutes bin, werde ich diese Welt voller Bitterkeit und ohne Lösung verlassen müssen…
Trost spendet der Beweis, dass es in Ratingen doch noch Männer gibt, die keine Angst vorm Laufen unterhalb des 5er-Schnittes haben:
Uwe kehrt zurück, Laufen mit süßer Last und eingeschränktem Gesichtsfeld, französische Endspurts und – oh Wunder – Miles läuft neue Bestzeit…









