Winterlaufserie 2024 – 10Km

Die Wintersonne meinte es gut mit den Läuferinnen und Läufern beim Auftakt der Duisburger Winterlaufserie am 27.1.2024. Die 10 Km Strecke musste aufgrund einer Baustelle geändert werden und konzentrierte sich auf eine Runde rund um die Regattabahn. Sowohl beim 10 Km Lauf der großen Serie als auch beim 5 km Lauf der kleinen Serie kamen jeweils ca. 1400 Starter ins Ziel. Darunter auch eine kleine aber feine Abordnung Angerländer. Einmal mehr unterstützt durch ein herausragendes Support Team bestehend aus: Petra, Christel und Marcus.

In ihrer ersten Winterlaufserie und im zweiten Wettkampf überhaupt unterbot Claudia in 49:57 souverän die 50 Minuten Marke. Dies bedeutete den 11. Platz in der Altersklasse W50. Wir gratulieren zur neuen persönlichen Bestleistung.

Jens landete in 52:28 locker in den Top 100 der M55. In der kleinen Serie lief Teresa 27:04 über die 5 Km Distanz. Diese sehr gute Zeit sicherte ihr den 3. Platz in der W65.

Die Bahn streikte, die Startnummer kam auch nicht an. Vollkommen irrelevant. Die Angerländer waren sich einig: das war ein wirklich schöner Ausflug an die Wedau.


Kleine Serie
Teresa Kwasniewska27:043. W65
Große Serie
Claudia Nollmann49:57 (PB)11. W50
Burkhard Dorobeck43:537. M60
Jens Gall52:28100. M55


In der Vorbereitung hatten wir viel mit Wasser zu kämpfen. In allen Aggregatzuständen. Als Regen, als Schnee, als Eis. Das hat uns nicht aufgehalten.

Aber was wenn uns das Wasser doch mal bis zum Hals steht? Was wenn wir drohen unterzugehen? Wir machen einfach weiter.

Sing kleiner Vogel, sing…

Lisa Hannigan

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Alfred

Alfred

Ach Alfred. Ausgerechnet bei Deinem allerletzten Lauf hast Du einen Frühstart hingelegt. Das war viel zu früh. Du warst einfach nicht zu stoppen. Weder durch Ersatzteile aus Titan noch durch Trainingsunfälle. Auch wenn das Blut nach einem Sturz in Strömen floss konnte man Dich nur mit Mühe von der Strecke zerren. Du wärst immer gerne mehr gelaufen. Ruhe in Frieden. Wir danken Dir für großartige Momente im Wald.

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Essen-Marathon 2015

Morgens auf dem Wehr ist es sehr still. Es gibt nicht den allerkleinsten Hinweis auf den anstehenden Fight. Nur dieses Licht und diese unglaublichen Farben. Der See gibt mal wieder alles. Das kann er dann doch wohl auch von den Läufern erwarten. Hat er auch.

Auf der Wendestrecke signalisieren alle bekannten Gesichter: es läuft! Die Halbmarathonmarke wird in einer kleinen 1:29 erreicht aber der Druck wird einfach nicht weniger. Wenn Du hier läufst solltest Du Dir Gefährten suchen. Denn Wind ist immer. Und manchmal gibt es sogar psychologische Betreuung durch den schlimmsten Konkurrenten für lau. „Mach nicht so`n Gesicht“ sagt Michael. „Schwer heute“. Mit „ist ja auch kein Ponyhof hier“ erklärt er die Lage vollständig. Wohl wahr, bei Km 33 sinkt der Schnitt, die beiden Kollegen ziehen weg.

Bei Km 36 ist die kurze Krise vorbei und das Tempo steigt wieder. Michael startet daraufhin den Endspurt um die Ak-Plätze. Diesmal gebührt ihm der Vortritt, hat er doch auf der ersten Hälfte eindeutig mehr gearbeitet. Heute war mit Abstand das Wichtigste, dass noch einmal die 2 vorne steht. Ein paar Meter hinter der Ziellinie beginnt die Erleichterung und die Freude. Die Familie ist auch da und überreicht ein Shirt das die letzten 30 Jahre dokumentiert.

Essen_Ziel_2015

Manches was befürchtet wurde blieb aus. Und manches war richtig schön…

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Monschau-Marathon 2015

Gottseidank stellte sich auf der morgendlichen Hinfahrt Nebel ein, sonst wären wir aus Versehen pünktlich gewesen. Die ersten 7 Km geht es hauptsächlich bergab und dann kommt ein erster kurzer Anstieg. Wie jedes Jahr tobten sich viele am Hauptanstieg zwischen Km 12 und 15 aus, ohne die restlichen 27 Km einzukalkulieren.

Der höchste Punkt wird bei Km 28 erreicht. Durch Ortschaften in denen freundliche Menschen Cola in den gesammelten Joghurtbechern des letzten Jahres anbieten. Dann die Serpentinen hinauf durch die Stoffwechsel-Mountains. Man sieht in weiter Ferne die Windräder, die man vor der Hälfte passiert hat. Welcher Lauf bietet schon die Möglichkeit mit einem Blick die Weite eines Marathons einzuschätzen? Es folgt der übliche Pitstop im Honigzelt. Statt Elektrolyte wird köstlicher Honig von Eifel-Imkern angeboten. Ein letzter steiler Stolperpfad bei Km 41. Dann taucht die Kathedrale von Konzen auf und kurz danach wird das Ziel erreicht.

Aufgrund der belebenden Temperaturen und der „Dolomiten-Stakkato-Technik“ waren die Anstiege ein reiner Genuss. Bald wird eine andere Sichtweise in den Fokus rücken aber diese Runde war definitiv zu schnell vorbei. Die Verpflegung war einmal mehr ein Traum, sodass wir vollkommen überzuckert das Ziel erreichten.


Mit jeder dieser magischen Runden hänge ich mehr am Leben.

Ode an Monschau…


Tagebucheintrag: Langer Lauf vor Monschau
Wer kennt das nicht. Eine harte Trainingseinheit steht an, aber man kommt einfach nicht in die Gänge. Trödelt rum bis man plötzlich aufschreckt weil es dunkel zu werden droht im Angertal. Lustlos geht’s los. Der dämliche Knopf, aus dem eigentlich Musik kommen sollte fällt dauernd aus dem Ohr. Vielleicht ist die Zeit für sowas aber auch vorbei? Vielleicht lohnt sich der der ganze Aufwand einfach nicht mehr? Wie zur Bestätigung kommt mir auf dem Waldweg eine Knalltüte auf einem Quad entgegen. Die heiße Sommerluft mischt sich mit Dreck und verursacht eine Staublunge die meinen – das Ruhrgebiet untertunnelden Vorfahren – zur Ehre gereicht hätte. Schon am ersten Anstieg zum Blauen See eine seltsame Wendung. Die Beine werden schneller. Das Blut wird lauter. Das Leben kehrt zurück. Damit aufhören? Kann wohl nicht mein Ernst gewesen sein.

An der Eule fallen mir alte Rituale ein. Zur Begrüßung zogen wir einen Stapel eselohriger Schätze aus der Hosentasche. In rasender Folge wurde dem Gegenüber der Fundus von Fußballbildern vorgeblättert um diese zu tauschen. Wenn jemand – Dekaden später – den Drang verspürt ähnliches mit seiner Frau anzustellen ist irgendetwas schief gelaufen.

An der Auermühle kehrt die Müdigkeit zurück. Aber irgendwie ist sie anders. An der Jugendherberge kommen mir zwei Jungs – gerade mal eingeschult – entgegen. Im Vorbeilaufen höre ich den einen sagen: „Gestern hab ich `ne Spinne gegessen“. Der andere kontert: „Ich esse jeden Tag Spinnen“. Alle Männer sind gleich.

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Herten-Marathon 2013


So war es immer. Müde hinfahren, sich gegen den eigenen Willen anmelden und dann rauslaufen in die Felder. Dort wird wie immer klar, dass es eigentlich nie eine Alternative gegeben hat. Die goldenen Felder von Bertlich danken es mit Sonnenschein und einer zauberhaften Adventsstimmung. Nur noch übertroffen von der liebevollen Unterstützung unserer Gefährten.

Länger als drei Stunden harrten sie in der Kälte aus und empfingen die Marathonläufer mit Kuscheldecken im Ziel. Da wird einem natürlich warm ums Herz. Als Zugabe gab es dann nach 11 Jahren erneut den Sieg in der Mannschaftswertung. Verständlich dass die alten Männer ihren Blick dankbar zum Himmel richten und voller Zuversicht in eine strahlende Zukunft blicken. Wir danken euch allen sehr…

Marathon
Burkhard Dorobeck3:12:521. M50
Martin Brandenburg3:25:192. M50
Bernd Küssner3:42:002. M55
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