Westfälische Stampede…

so könnte man den Massenstart beim Bocholter Citylauf, mittlerweile in der 13. Auflage auch nennen. Vor dem historischen Rathaus (Schmuckkästchen im Niederländischen Renaissance, Zwerch-Giebel, habe ich das nicht beim letzten Bericht schon gesagt?) geht es im Schweinsgalopp links und rechts an der Georgsapotheke auf 4 lehrreiche Runden durch die Bocholter Innenstadt. Also man sagt ja, dass Bocholter mit einer Fietse (Fahrrad) auf die Welt kommen, aber hier haben wohl einige Hundert ihres stehen gelassen: Interessante Engstellen inklusive U-Turns sind besonders beim Überrunden nicht so ganz einfach.

Regel Nummer 1: bei 4 Runden ist es für mich dann kein schlechter Lauf, wenn man selber nicht überrundet wird. Nicht ganz so einfach eine Woche nach dem D´Dorf Marathon. Ungesund wahrscheinlich sowieso, aber Tradition. 19:55: habe gerade Kenntnis genommen, dass mein Erzf… es rechtzeitig aus Dortmund (Vergabe der Meisterschale, ihr wisst schon) zum Start geschafft hat. Also kein gemütlicher Lauf. Schon nach weniger als 2km rauscht sein neongrünes Trikot (Berlin Marathon, Designer müssen auf Drogen gewesen sein) an mir vorbei. Lass ihn mal machen, nix für mich.

Die Temperaturen sind gut, die Strecke gerade wieder einigermaßen abgetrocknet. Die früheren Läufer hatten wohl weniger Glück. Nach 3 Runden geht es mir gar nicht mal so schlecht. Die Stimmungsnester an der Strecke lassen Langeweile oder gar Trübsinn auch gar nicht erst aufkommen. Im Ziel abgekommen (diesmal sind die Trinkbecher pink, wieder Designer auf Drogen?) bin ich sehr zufrieden. Kein Idiotensprint mehr möglich. Sehr gut. Und die Schelte, mit 42:14 (Marathon auf Schleichfahrt :-) ) nur knapp über PB zu liegen, auch egal. Im Ziel wartet dann auch das giftgrüne Trikot … wir sehen uns wieder auf der Strecke, im nächsten Jahr. Also, ich will ja keine Werbung machen, aber guckt Euch das mal selber an. Echt unvergleichlich.

Veröffentlicht unter Running | Kommentare deaktiviert

Breitscheider Nacht 2012…

Kathis Geburtstag (im Volksmund “Breitscheider Nacht”) wurde auch in diesem Jahr mit einem Lauf gefeiert. In einem taktisch einwandfreien Rennen erkämpfte sie die Silbermedaille! Alle hatten eine Menge Spaß, bis auf Udo, der hatte Seitenstiche…

Unser laufender Professor zeigte sich einmal mehr als vollendeter Gentleman. Auch die Jugend kommentierte den Einlauf des Dritten Gesamt (M40) zurückhaltend mit: “da kommt ein älterer Herr…”. Weniger vorbildlich verhielt sich eine ganze Horde von Lutschern, die sich wie an einer Perlenkette aufgereiht, in den Windschatten unserer Kathi klemmten…

Insgesamt war es eine sehr schöne Veranstaltung mit vielen alten Bekannten (z. B. jede Menge Songs, die Tut Ench Amun hätte mitsummen können…) >>>Ergebnisse…

Veröffentlicht unter Running | Kommentare deaktiviert

Düsseldorf-Marathon 2012…

Der 10. Düsseldorf-Marathon bot viel besseres Wetter als befürchtet. Auch deshalb hagelte es Spitzenleistungen. Gladys konnte das auf den kürzeren Strecken erarbeitete Tempo – dank vieler Trainingskilometer – auf der langen Strecke umsetzen. Die 3:10 wurden mit dem 2. Platz der Altersklasse belohnt.

Martin und Benno liefen mit 3:29 und 3:41 ein routiniertes Rennen. Waldorf & Statler aus dem Hinkesforst waren mit 2:35 bzw. 2:59 natürlich unzufrieden (AK-Platz 1 und 7)…

Außergewöhnlich war wie immer der Angerland-Verpflegungsstand. Dort bekam man nämlich einen leeren Becher in die Hand gedrückt. Ok, wahrscheinlich alte Gewohnheit, die Chefin kommt aus der Urologie. Oder gibt es neuerdings Dopingproben während des Rennens?

Pony Böhm ließ für uns sein Training ausfallen (Duisburg-Marathon?) und verteilte Gel bei Km 30. Leider war meine Koordination schon so eingeschränkt, dass mir seine Spende durch die Finger rutschte. Pony, irgendwann klappt es! Kathi schaffte es irgendwie 3 Läufer an 3 Punkten mit Getränken und Zuversicht zu versorgen. Mir hat sie sehr durch dieses schwere Rennen geholfen… >>>Ergebnisse…

Abhängen
Natürlich gibt es keinerlei Zusammenhänge zwischen Verletzungen und Lauftraining. Dafür aber mit der Hausarbeit. Einen Tag vorm Einsatz brach ein altes Rückenleiden, zugezogen beim Ausräumen der Kühltruhe wieder auf. Reaktiviert durch einen Wäschekorb an dem die Gravitation zerrte. In solchen Fällen ist das Entlasten der Rückenmuskulatur das Mittel der Wahl. In Ermangelung geeigneter Sportgeräte musste die Botanik des Vorgartens herhalten. Vollkommen unverständlich bleibt das ungläubige Staunen der Nachbarn. Was bitte ist so ungewöhnlich daran, wenn ein Marathonläufer den Vorwettkampftag hängend in einer Korkenzieherweide verbringt?

7
2010 ergab eine 2:59:26, 2011 eine 2:59:33 und 2012 waren es 2:59:40… Jedes Lebensjahr kostet also exakt 7 Sekunden. Damit ist klar, wann der Spaß zu Ende sein wird. Aber wie wir beim Nach-Marathon-Bier erfuhren, wird der Hinkesforst auch dann im roten Block vertreten sein. Schwester G. erklärte, dass die 2:59 als Nahziel zu sehen sei, die 3:03 (Ratinger Frauen-Rekord) nicht mehr als eine lästige Formalität. Gut so! Es wird Zeit den Staffelstab zu übergeben…

Das Nest das über den Himmel segelte
Die Zeit der lauten Töne ist vorbei. Innehalten und sich treiben lassen. Irgendwann wird das Nest über etwas schweben, das von weit oben einem Gefährten gleicht. Die Wolken werden sich im Wasser einer Regattabahn spiegeln. Und es wird Zeit sein für den nächsten Lauf. Das alles ist keine Frage von Wollen oder Nichtwollen. Es ist der nicht endende Versuch alles in Einklang zu bringen. Die inneren Objekte, die äußeren Objekte und natürlich das Innere der inneren Objekte…

Veröffentlicht unter Running | Kommentare deaktiviert

Lintorfer Citylauf 2012…

Der Lintorfer Citylauf 2012 war ein erfolgreiches Heimspiel, die Schwestern dominierten eindrucksvoll die Treppe (man beachte die perfekte Haltung unserer Primaballerina). Jana – leider immer noch verletzt – hatte die Organisation des Rennens fest im Griff. Martin lief in der Vorbereitung für den Düsseldorf Marathon eine neue Bestzeit. Trainer Jäkel gewann nicht nur den 5 Km Lauf, sondern mit Claudia auch ein neues Talent für unsere Bekloppten-Gemeinschaft. Wir danken für seinen herausragenden Einsatz… >>>Ergebnisse…

Ladehemmung
Fühlt sich an wie Stehenbleiben. Warum geht es heute so gar nicht voran? Vielleicht mag der da oben einfach mein Gesicht nicht. Ich schiebe das alles weg und werde auf den richtigen Moment warten. Einen Regentag. Aber was… was wenn dieser Tag niemals kommt?

Rebecca, sing darüber…

Standing in a line
Wonder why it don’t move
And maybe the man in charge, doesn’t like my face
But then this world’s not always good

I put it all away
Holding it back for a rainy day
But what if that day don’t come?



Veröffentlicht unter Running | Kommentare deaktiviert

Winterlaufserie 2012 – Halbmarathon

Die ‘Winter’laufserie 2012 ging mit einem muckeligen Gute-Laune-Lauf zu Ende. Da hat sich das Training doch wieder mal gelohnt. Aber es gab auch viel Positives. Die blaue Damenmannschaft erreichte den dritten Platz! Der ewig junge Hans Scharf wurde Dritter der AK70 in der kleinen Laufserie. Kathi erkämpfte sogar den 2. Platz in ihrer Altersklasse… >>>WLS Ergebnisse 2012

Startaufstellung
Fremde scheinen vertraut, bekannte Gesichter seltsam fremd. Was bleibt ist die Veränderung. Alles ist verkehrt und weniger Last wäre gut. Trotzdem – fallen lassen und loslaufen in das Unbekannte…

oder in den Worten des Meisters:

All the strangers look like family
All the family looks so strange
The only constant I am sure of
Is this accelerating rate of change

Downside up, upside down
Take my weight off the ground
Falling deep in the sky
Slipping in the unknown


Veröffentlicht unter Running | Kommentare deaktiviert